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Ökumenischer Besuchsdienst

Das Engagement

Immer mehr ältere Menschen haben durch körperliche Einschränkungen einen immer kleiner werdenden Aktions- und Bewegungsraum, weniger Kontakte und stehen in Gefahr, zu vereinsamen.

Hier ist ein weites Feld, sich ehrenamtlich zu engagieren: im ökumenischen Besuchsdienst.

Dazu befähigt dann nicht nur unsere bisherige persönliche Lebenserfahrung, sondern auch ein Ausbildungsgang in Theorie und Praxis mit anschließenden Begleittreffen.

Mitglieder des Besuchsdienstes besuchen ehrenamtlich je nach Neigung kranke und alte Menschen im Krankenhaus, im Altenheim oder im häuslichen Bereich.
Sie bringen Zeit für Gespräche mit, halten Krisensituationen aus, bringen der Situation gemäß ihre Fähigkeiten ein, sind für den Mitmenschen da.
In der Regel bringen sie 2-3 Stunden in der Woche an Zeit für Besuche mit.

Praxisort in Karben ist das Johanniterstift.

Nachstehend 2 Erfahrungsberichte aus Karben, die die Vielfalt der Möglichkeiten, sich einzubringen, verdeutlichen sollen:

Bingogruppe :

Nach der Beendigung der Ausbildung und Kontaktaufnahme zum Johanniterstift erhielt ich vom Sozialen Dienst die Anfrage, ob ich die Urlaubsvertretung für das Bingospiel übernehmen könnte. Konnte ich und danach eröffnete ich eine eigene Bingogruppe. 4 Jahre hatte ich eine feste Bingorunde mit 10-12 Frauen. Uwe, mein drei-beiniger Labrador-Mix, durfte auch mit und wurde mit Leckerlis, die meine Damen extra für ihn besorgten, verwöhnt. Aus persönlichen Gründen kann ich die Gruppe leider nicht weiter betreuen, denke aber gern an diese Zeit zurück.

Männergruppe:
Ich betreue seit mehr als 5 Jahren eine Männergruppe im Johanniter Stift. Wir treffen uns einmal pro Woche und reden miteinander. Das war der Wunsch der Teilnehmer: keine Unternehmungen durchführen. Ein "Erzählcafé" sollte es werden, eine Zeit, miteinander zu reden. Aber bitte regelmäßig und nur unter Männern. Und das sollte eben auch ein Mann moderieren.

Es ist spannend, etwas über die langen, teilweise sehr unterschiedlichen, reichen Lebenserfahrungen der Teilnehmer zu hören, Berichte und Erlebnisse aus vergangenen Tagen zu erhalten und auszutauschen. Sie wecken weitere Erinnerungen, lebhafte Gespräche ergeben sich wie von selbst und es macht mir große Freude, an dieser Dynamik teilzuhaben und sie ein wenig mit gestalten zu dürfen.
Wobei es für die Teilnahme an der Gruppe keinerlei Beschränkungen oder Vorgaben gibt. Willkommen sind alle, die an einer solchen Runde teilnehmen möchten und können. Alle Teilnehmer sind sich dieser Einschränkungen bewusst.

Jede Woche einen Termin einzuhalten wird vielfach ausgeglichen durch die positive Erfahrung der Teilhabe an der Beziehung der Teilnehmer untereinander.

Falls es uns gelungen ist, Sie für diese Arbeit zu begeistern: 

Der ökumenische Besuchsdienst sucht und bildet aus.

Für Auskünfte stehen Ihnen im Dekanat Pfr. Ernst Rohleder, für die Kirchengemeinde Norbert Greulich über das Gemeindebüro St. Michaelis (06039 3563) gern zur Verfügung.

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