Menu
Menü
X

Ökumenischer Besuchsdienst

Das Engagement

Immer mehr ältere Menschen haben durch körperliche Einschränkungen einen immer kleiner werdenden Aktions- und Bewegungsraum, weniger Kontakte und stehen in Gefahr, zu vereinsamen.

Hier ist ein weites Feld, sich ehrenamtlich zu engagieren: im ökumenischen Besuchsdienst.

Dazu befähigt dann nicht nur unsere bisherige persönliche Lebenserfahrung, sondern auch ein Ausbildungsgang in Theorie und Praxis mit anschließenden Begleittreffen.

Mitglieder des Besuchsdienstes besuchen ehrenamtlich je nach Neigung kranke und alte Menschen im Krankenhaus, im Altenheim oder im häuslichen Bereich. Sie bringen Zeit für Gespräche mit, halten Krisensituationen aus, bringen der Situation gemäß ihre Fähigkeiten ein, sind für den Mitmenschen da. In der Regel bringen sie 2-3 Stunden in der Woche an Zeit für Besuche mit.

Praxisort in Karben ist der Johanniterstift.

Nachstehend 2 Erfahrungsberichte aus Karben, die die Vielfalt der Möglichkeiten, sich einzubringen, verdeutlichen sollen:

Bingogruppe (betreut durch die Kirchengemeinde Rendel):
Nach der Beendigung der Ausbildung und Kontaktaufnahme zum Johanniterstift erhielt ich vom Sozialen Dienst die Anfrage, ob ich die Urlaubsvertretung für das Bingospiel übernehmen könnte.  Das konnte ich und danach eröffnete ich eine eigene Bingogruppe. Seit 3 Jahren habe ich nun eine feste Bingorunde mit 10-12 Frauen. Inzwischen kommen die meisten auch „freiwillig“, also vor der Zeit oder wissen, wenn ich auftauche, dass jetzt Bingo gespielt wird.
Uwe, mein drei-beiniger Labrador-Mix, darf nun auch mit und wird mit Leckerlis, die meine Damen extra für ihn besorgen, verwöhnt.

Männergruppe:
Ich betreue seit ca. 3 Jahren eine Männergruppe im Johanniterstift. Wir treffen uns einmal pro Woche und reden miteinander. Das war der Wunsch der Teilnehmer: keine Unternehmungen durchführen. Ein "Erzählcafé" sollte es werden, eine Zeit, miteinander zu reden. Aber bitte regelmäßig und nur unter Männern. Und das sollte eben auch ein Mann moderieren.
Es ist spannend, etwas über die langen, teilweise sehr unterschiedlichen, reichen Lebenserfahrungen der Teilnehmer zu hören, Berichte und Erlebnisse aus vergangenen Tagen zu erhalten und auszutauschen. Sie wecken weitere Erinnerungen. Lebhafte Gespräche ergeben sich wie von selbst, und es macht mir große Freude, an dieser Dynamik teilzuhaben und sie ein wenig mit gestalten zu dürfen, wobei es für die Teilnahme an der Gruppe keinerlei Beschränkungen oder Vorgaben gibt. Willkommen sind alle, die an einer solchen Runde teilnehmen möchten und können. Alle Teilnehmer sind sich dieser Einschränkungen bewusst. Jede Woche einen Termin einzuhalten, ist sicher auch eine Einschränkung. Sie wird aber vielfach ausgeglichen durch die positive Erfahrung der Teilhabe an der Beziehung der Teilnehmer untereinander.

Falls es uns gelungen ist, Sie für diese Arbeit zu begeistern: 

Der ökumenische Besuchsdienst sucht und bildet aus.

Für Auskünfte stehen Ihnen Birgit Klatt und Norbert Greulich über die Gemeindebüros gern zu Verfügung.

top