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Corona Gedanken

"Zaungespräche"
Wie viele andere Menschen lebe ich nunmehr seit etwa vier Wochen aufgrund der Coronakrise zurückgezogen in Haus und Garten. Zum eigenen Schutz, da ich aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehöre. Ich halte die Abstandsregeln und Hygieneempfehlungen ein. Meine persönlichen Kontakte beschränken sich im wesentlichen auf das Zusammensein mit meiner Ehefrau und meiner Tochter. Daneben schreibe ich WhatsApp Nachrichten und führe Telefonate - mehr als üblich - mit der restlichen Familie und Freunden. Das ist gut, kann aber persönliche Kontakte nicht ersetzen. Doch da ist ja noch mein langjähriger Nachbar Werner. Wir halten Abstand, haben aber einen Weg gefunden, unsere intensiven Gespräche über "Gott und die Welt" fortzuführen. Wir haben sonst unseren Kaffee bei ihm oder mir in der Wohnung genossen, jetzt sitzen wir mit dem nötigen Abstand vorm Haus und tauschen uns aus. Immer wenn ich nach einem solchen Gespräch wieder zu Hause bin und das Gesprochene reflektiere, stelle ich fest, wie gut mir diese Begegnungen tun. Uns bewegen gerade in dieser Zeit ähnliche Gedanken zur Umwelt, dem ansteigenden Egoismus in der Gesellschaft, der Wirtschaftsentwicklung und unseren Familien. Gerade jetzt an Ostern fehlt uns die Nähe zu unseren Kindern und Enkelkindern extrem. Darüber sind wir sehr, sehr traurig. Wir können keinen Gottesdienst abhalten und keinen besuchen. Ostern spielt sich dieses Jahr in den eigenen vier Wänden ab, das ist nicht schön. Doch es gibt  Hoffnung, Hoffnung das diese Krise vorübergeht. Die ersten Untersuchungsergebnisse der mit den Problemen befassten Wissenschaftler lassen zwar nicht auf ein baldiges Ende der Coronakrise, aber bei äußerster Disziplin doch auf ein Abflachen der Ansteckungskurve schließen. Ich bin froh, dass ich einen Nachbarn habe mit dem ich ernsthaft diskutieren, aber auch viel Spass haben kann. Der mir mit dem nötigen Abstand gegenüber sitzt, dessen Mimik und Reaktionen ich trotzdem so nah wie derzeit möglich verfolgen kann, der einfach da ist. Vielen herzlichen Dank dafür. Ich wünsche allen einen solchen Menschen, der auch in schwierigen Zeiten Halt gibt und auf den sie sich verlassen können.
Klaus Diefenbach

Geduld
In diesen letzten vier Wochen habe ich gelernt, Geduld zu haben und vieles nicht so wichtig zu nehmen. 
Vor allem in meiner häuslichen Situation hat sich viel verändert, da wir meine Mutter für die Coronazeit bei uns aufgenommen haben. 
Meine altgewohnten Prinzipien und Abläufe musste ich plötzlich aufgeben oder anpassen.
Da war plötzlich wieder jemand, die mir zum Beispiel in der Küche zugeschaut hat und mir erzählt hat, wie sie "dies und das aber mache".
Jemand, der mir die Schubladen ungefragt aufräumt oder die Blumen umarrangiert. Das ist man ja seit der Kindheit nicht mehr gewohnt!
Ab und zu hat es da schon mal bei uns gekracht. Da gab es Momente des Unverständnisses seitens meiner Mutter und auch der Traurigkeit, weil sie uns doch gar nicht stören, sondern nur helfen will! Ein kleiner Job wäre für sie vielleicht gut?  Oh je, auch der ist dann doch nicht so einfach und bedarf vieler Erklärungen und Hilfestellungen.
Also geduldig sein und Eigenheiten hinnehmen!  Ich weiß ja, bestimmt ist es auch für sie und vor allem für meinen Partner sehr schwierig! 
Ganz langsam merke ich aber, dass es tatsächlich geht, dass man es irgendwie hinbekommt! Plötzlich lernen alle, dass es wichtig ist, ein wenig Abstand auch innerhalb der Familie zu respektieren und Eigenheiten des anderen zu tolerieren, wenn man dazu durch die äußeren Umstände dazu gezwungen wird. Vielleicht bringt uns diese Krise dazu, unser Miteinander in der Familie zu verbessern. Das hoffe ich sehr!
anonym

Corona Gedanken

Nach draußen geschaut:
- Das Internet als Weg der Kommunikation wird wahrgenommen
- Kreative Ideen entstehen überall, um zu helfen und Freude zu bereiten
- Nette Worte und freundliche Gesten auf Mindestabstand finden Anklang
- Füreinander und Miteinander werden groß geschrieben – wir können es doch!

Nach drinnen geschaut:
- Homeoffice – Infektionsrisiko minimiert, dankbar für diese Möglichkeit
- Kinder gestrandet – zurück auf „Familie“ – alle zusammen
- Verwandtschaftsbesuch mit Mindestabstand – froh, sie wohlbehalten gesehen und gesprochen zu haben. Die Umarmung wird nachgeholt!
- Grab der Eltern besucht – soll ich erleichtert sein, dass ich mir um Euch jetzt keine Sorgen machen muss?

Doch fehlen die „greifbaren“ Begegnungen – aber alles hat seine Zeit, daher:
„Bis wir uns wiedersehen, halte Gott Euch fest in seiner Hand.
Sabine Helwig

 

 

Augenzeugin der Auferstehung

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Jedes Mal, wenn es gerade noch stockdunkel war und ich plötzlich sehe: der Morgen kommt. Jedes Mal, wenn neues Licht hineingeboren wird in die Schatten der Nacht und es der Welt Wärme, Leben und ihre Farben zurückschenkt.

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Jedes Jahr um diese Zeit, wenn nach einem kahlen Winter die Welt wieder Hoffnungsfarben trägt. Wenn sich aus schwarzer toter Erde bunt blühendes Leben dem Himmel entgegenstreckt und die ganze Schöpfung flüstert, zwitschert, duftet und unübersehbar ruft: „Hoffnung, Hoffnung! Neues Leben kommt!“

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.
Jedes Mal, wenn totgeglaubte Gefühle wieder erwachen, Beziehungen heil werden, schwere Krisen überstanden werden und die Liebe gewinnt.

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Immer dann, wenn ich zurückblicke auf mein eigenes Leben, mich erinnere an die Zeiten, in denen es in mir selbst leer, dunkel und abgestorben war, und jetzt spüre, wie es wieder hell in mir geworden ist – zwar langsam und sachte und doch so unaufhaltsam, wie sich die aufgehende Sonne im Morgengrauen ihren Platz am Himmel zurückerobert.

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Immer dann, wenn ich spüre, dass meine Seele wieder beginnt aufzublühen, weil ich meine Hoffnung los war, aber meine lebendige Hoffnung mich dennoch nie losließ.

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Weil die Augen meines Herzens ihn in all dem sehen, ihn, den Auferstanden, der wiederkommen wird. So wahr der neue Morgen kommt. So wahr der Frühling jedes Jahr aufs Neue kommt. So wahr es auf dieser Welt trotz aller Dunkelheit immer noch Menschen gibt, in denen etwas wieder aufersteht, weil einer Liebe, Hoffnung, Glaube säht. So wahr es immer noch Situationen gibt, in denen sich ein Leid plötzlich wendet oder sich jemand aus Liebe verschwendet. So wahr es noch Momente gibt, in denen etwas Neues aufglimmt und wo ein Trauernder wieder zu lächeln beginnt.

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Denn mit den Augen meines Herzens blicke ich auf den Gekreuzigten, der meine reale Hoffnung in Anbetracht des realen Leids ist, das uns umgibt. Der die Augen vor diesem Leid nicht verschließt, sondern sich genau deswegen für uns totgeliebt hat. Ja, der mitten hineinkam in unser zum Himmel schreiendes Leid, und am Ende selbst zum Himmel schreit: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Denn ich sehe darin das größte Zeugnis der göttlichen hingebungsvollen Liebe, die alles gibt, damit wir gerettet werden und nicht nur ein neues Leben bekommen, sondern ein ewiges.

Ich bin eine Augenzeugin der Auferstehung.

Weil ich genau deshalb immer wieder aufstehe, aufsehe und mit meinen eigenen Augen überall Auferstehungswunders sehe.

Das Osterwunder kann man nicht mit dem Kopf verstehen.
Man muss es mit eigenen Augen sehen.
Siehst du es auch?

Désirée Gudelius

 

 

Mein Leben in der Corona Zeit gefällt mir. Ob es wohl ungehörig ist, dass zu schreiben in so einer Krise? Viele Menschen sterben, viele Menschen haben Angst und/oder sorgen sich um ihre Zukunft, ihre Existenz. Und dann denke ich wieder an das Wohlergehen der Natur, freue mich über weniger Lärm und Verkehr, weniger Konsum.
Es ist schade, dass meine geplante Reise ausfällt, dass ich meine geplante Feier wohl absagen muss, aber es ist nicht wirklich wichtig!
Mir ist wichtig, dass ich sooooooo viel Zeit für mich und die Menschen, die mir am Herzen liegen, habe. Ich schicke nicht mal kurz eine whats app, weil ich schon wieder zum nächsten Termin muss, nein, ich habe Zeit, lange mit meinen Freunden zu telefonieren ohne, dass das nächste Ereignis schon wieder ansteht. Ich genieße die entschleunigte Zeit sehr, wobei das Wetter auch eine große Rolle spielt, wann immer es möglich ist, bin ich draußen und genieße die Natur. Oder ich mache Dinge, die mir große Freude bereiten und wofür mir sonst die Zeit fehlt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass wir Menschen so einen großen Gongschlag benötigt haben, um uns auf das zu konzentrieren, was uns gut tut. - Ich stelle mir oft die Frage, wie geht es weiter, wenn die Beschränkungen aufgehoben werden. Wie schnell bin ich wieder eingewickelt in mein alltägliches Tun, dass mir so wenig Zeit bleibt für Dinge, die mir wichtig sind und ich sie doch nicht ausleben kann. Ich freue mich täglich den Briefkasten zu öffnen, seitdem ich angefangen habe, wieder Briefe und Postkarten zu versenden. Ich bekomme  auch wieder mehr schöne Post, die mein Herz erfreut.
Ich habe das Glück und bin dankbar, dass ich durch Corona noch nicht in Existenznöten bin. Ich habe meine Arbeit und kann weiterhin Menschen in schwierigen Lebenslagen beraten, was gerade jetzt noch wichtiger ist, denn die meisten leiden sehr unter der sozialen Isolation. 
Bei allem Glück, dass ich in diesen Zeiten erlebe, gibt es aber auch die andere Seite.
Im Freundes- und Familienkreis erlebe ich leider große Existenzsorgen und -nöte, viele Fragen, wie und ob es überhaupt weitergehen kann.
Es macht mich traurig, wenn die Tante meiner Freundin, die ihr ganzes Leben für die Familie da gewesen ist, alleine im Krankenhaus an Corona stirbt, da keine Angehörigen in den Kliniken zugelassen sind.
Ivonne Berkenhagen

Am Wochenende war ich mit einer Freundin Fahrrad fahren.
Die Radwege waren so voll! Familien mit ihren Kindern, Freunde, die sich draußen treffen, Sportler ... Es waren schon wieder viel zu viele Menschen unterwegs. Am Ende musste sogar die Ordnungspolizei kommen. Sie stellte sich an die Radwege und ordnete den „Verkehr“. 

Wir haben viel darüber spekuliert, wie es nach Ostern weitergehen wird. Alles ist irgendwie offen. Diese Unsicherheit ist so schrecklich! Ich hasse so etwas, man kann sich auf nichts einstellen. Ich weiß ja nicht einmal, ob die Schule nach Ostern weitergehen wird, geschweige denn, ob wir in den Urlaub fahren können oder ob wir überhaupt in diesem Jahr noch ein Schwimmbad von innen sehen werden.
Alena

 

 

 

Einer trage des anderen Last
Ich bin 64 Jahre alt und habe Asthma. Damit gehöre ich zur Corona - Risikogruppe.  Deshalb habe ich mir Quarantäne auferlegt. D.h. ich bewege mich im Haus, im Garten und gehe höchstens bis zum Briefkasten an der Straße. Bei dem Weg dorthin traf ich gestern meinen Nachbarn, der mit vollen Einkaufstaschen durch den Kirchgarten lief. Er blieb stehen und wir unterhielten uns. Zum Abschied sagte er: „Wenn Sie jemanden brauchen zum Einkaufen, einfach anrufen!“ Ich weiß, er meint das ernst, und ich weiß, dass ich sein Angebot in Anspruch nehmen werde. Ende der Geschichte. Klar, die Geschichte ist lapidar und geschieht jetzt tagtäglich tausendmal, und das ist gut so. Gut ist auch, dass seine Hautfarbe, die anders ist als meine, und seine Religion, die anders ist als meine, hierbei keine Rolle spielen. Ich erwähne das nur, weil das in normalen Zeiten für einige immer noch ein Problem ist. Allerdings überwinden wir diese und andere Krisen nur durch gemeinsames Lastentragen.
Werner Giesler

 

„Oh, ein Eichhörnchen!“
Es wuselt über den Waldboden und klettert flink auf eine Buche.
Entspannt gehe ich durch Wald in Karben.
Der Spaziergang, den ich „schon immer“ einmal machen wollte, ist nunmehr
Wirklichkeit geworden.
Es gab immer „wichtigere“ Dinge zu tun...
Ein Jogger kommt mir entgegen. Einen Schritt zur Seite und ein schnelles
„Hallo“ und schon bin ich wieder allein mit der Natur. 
Die Sonne
blinzelt durch die frisch ergrünten Bäume und einige Vögel bemühen sich,
mich lautstark zu begrüßen...

Ja, manchmal bedarf es Ausnahmesituationen, um uns zu zeigen, wie schön
doch die Welt um uns herum ist...
Hartmut Polzer

Gedankenkarussell in Corona Zeiten:
Der gewohnte Tagesablauf ist außer Kraft gesetzt bei der Mehrheit der Bevölkerung; bei Männern, Frauen, Jungen, Alten.
Keine Schule mehr! Hurra!?
Was unter den bisherigen Bedingungen, vor der Corona Zeit, Jubelstürme ausgelöst hätte, bringt nun ganz andere Reaktionen. Keine gemeinsamen Unterrichtsveranstaltungen, keine gemeinsame Pausenaktivitäten, kein gemeinsamer Schulweg, kein gemeinsames Mittagessen, keine direkten Sozialkontakte, kein gemeinsames Rumhängen, weder mit der besten Freundin, noch heimliches Händchenhalten mit der neuen Flamme, nichts von den Dingen, die Schule doch erst so richtig interessant machen. Nur Arbeitsaufträge. Plötzlich bin ich allein für mich selbst verantwortlich. Muss Verantwortung übernehmen für mein Tun. Muss selbst aktiv werden, organisieren, mich auf mich verlassen können. Jeden Tag wieder aufs Neue, denn wir alle wissen es nicht, wie lange diese Situation uns noch dazu zwingt. Wir müssen alle jeden Tag neu überlegen, neu reagieren und angemessen gestalten. Das ist ungewohnt und verunsichert.
Bleibe ich beim gedankenlosen „Ich wollt ja nur… „?
Nehme ich dieses Risiko, anderen möglicherweise ungewollt Schaden zuzufügen, tatsächlich in Kauf? Wird schon nicht so schlimm sein! Ist es aber!!!
Mein Tun kann gravierende Folgen für Andere haben. Ist mir das bewusst? Diese Verantwortung für mein Tun muss ich nun selbst übernehmen. Das mag neu sein und erfordert Mut. Aber ist Mut nicht auch Widerstand gegen die Angst? Die Chance, zu erfahren, dass man auch ganz allein gut klarkommt ist der Lohn. Das Leben geht auch neben und nach Corona noch weiter. Hat auch schöne Momente. Um diese nicht aus dem Blick zu verlieren, sollte ich mich jeden Abend wieder neu an die drei Dinge erinnern, die an diesem Tag besonders schön gewesen und unter anderen Umständen gar nicht wertgeschätzt worden sind.
Was kann ich dabei gewinnen? Selbstachtung, das Bewusstsein in einer schwierigen Situation richtig und selbstbestimmt gehandelt zu haben, anderen nicht geschadet, sondern vielleicht sogar aktiv geholfen zu haben. Ich habe es dann wenigstens ehrlich und zielgerichtet gewollt. Jeder Einzelne hat diese Entscheidungsmöglichkeit und die Freiheit sie zu nutzen, muss damit jedoch bei sich selbst beginnen. Denn nicht nur darüber reden, das Tun ist das Entscheidende.
Ulrike Loos

Mut und Zuversicht!
Seit Wochen beherrscht das Thema CORONA die Medien und unser aller Leben …
Noch vor wenigen Monaten war CORONA ein Thema im fernen China, ein „Randthema“ für uns in Europa, in Deutschland und Karben.
Und dann kam es näher …
Zuerst wurden größere Veranstaltungen abgesagt – dann kleinere, und ich denke noch immer an die Bürgermeisterdienstversammlung am Donnerstag den 12. März! Da hieß es morgens noch: „die Kindergärten und Schulen bleiben offen“.
Keine 36 Stunden später, am Freitagabend, war alles anders… Zuerst Kindergärten und Schulen und dann Geschäfte und Läden – alles zu ! Hieran hängen Existenzen – auch in Karben. Manch einer hatte erst mit viel Engagement sein neues Geschäft eröffnet, oder ein bestehendes übernommen, und dann von heute auf morgen geschlossen!
Ob und wie die staatlichen Hilfsprogramme tatsächlich helfen? Ist die Hilfe ausreichend oder wie geht es weiter?
Und auf der anderen Seite die Älteren und diejenigen mit „Vorerkrankungen“ …. Wer kauft ein – wer hilft?
Während viele von Tag zu Tag ängstlicher wurden, gab und gibt es leider auch diejenigen, die dies alles nicht ganz so ernst nahmen bzw. nehmen – Konsequenz: staatlich verordnete Kontaktsperre !
Und wie sieht dies im Rathausalltag aus:
Von heute auf morgen war vieles, was vorher wichtig war, nicht mehr ganz so wichtig… Neue Herausforderungen setzen neue Prioritäten.
Welche Einrichtung können wir noch offen halten? Wenn ja, wie? Oder müssen wir schließen…?
Welche gesetzlichen Vorgaben sind zu beachten, denn auch hier gab es fast täglich neue Vorgaben.
Und kaum ist der Recyclinghof geschlossen kommen schon einzelne Beschwerden, wieso man diesen jetzt schließe, wo doch viele Zeit hätten zum Aufräumen zu Hause und da wäre es falsch diesen zu schließen.
Und dann auch noch das Schwimmbad und die Sauna zu, die Büchereien und Sporthallen, die Bürgerhäuser und Spielplätze, sowie die Rathausverwaltung auch und und und…
Unabhängig davon war zu klären, was machen wir mit unseren über 300 Kollegen/innen, denn zum Schutz der Mitarbeiter mussten wir prüfen, wer sollte besser zu Hause bleiben:
Vorerkrankung – ältere Mitarbeiter – aber auch wer kam gerade aus Viruskrisengebieten zurück – wer hatte Kontakt mit Infizierten oder wer hat kleine Kinder zu betreuen (die KITAs und Schulen sind zu).
Welche Bereiche sind auch für unsere Kommune systemrelevant, denn die Kläranlage , Wasserversorgung, Abfallbeseitigung oder auch die Stadtkasse oder die Lohnabrechnung, müssen ständig arbeitsfähig sein.
Da bleibt manchmal abends die Frage : wie lange schaffen wir das ?
Nachdem dies geregelt war, kam die nächste Frage: Wem können wir helfen? Wie können wir helfen?
Und hier zeigt sich etwas, was mich sehr positiv gestimmt hat: Die Hilfsbereitschaft in Krisenzeiten ist in unserer Stadt enorm, fast täglich kamen Anfragen von Bürger/innen, die helfen wollten.
Also haben wir die Hilfe soweit es uns möglich war, organisiert und auch unser städtisches Elektroauto, das derzeit kaum benötigt wird, kann den Helfer/innen gute Dienste leisten.
Dann kam die Idee einer Online Plattform für unsere  stark gebeutelten kleinen Geschäfte und Unternehmen auf – binnen weniger Tage war diese dank externer Unterstützung programmiert und einsatzbereit. Auch wenn  dies nur eine kleine Hilfe sein mag, so denke ich, ist entscheidend, wenn jeder nur ein klein bisschen hilft, dann schaffen und meistern wir jede Krise gemeinsam.
Und dies ist auch das Positive, das ich hieraus mitnehme: Trotz vieler Einschränkungen für unsere Bürger/innen gibt es viel Verständnis für diese Maßnahmen und nur vereinzelte Beschwerden. Vielmehr überwiegt die Bereitschaft zum Helfen!
So wird die Einkaufshilfe unterstützt von Menschen, denen diese Krise gerade ihre eigentliche Arbeit gefährdet, und trotzdem sitzt man nicht zu Hause, sondern hilft engagiert anderen Menschen – und so soll es auch sein.
Und trotz aller schrecklichen Zahlen von neuen Infizierten sollen und dürfen wir nicht den Mut und die Zuversicht verlieren. Gerade jetzt wünschte ich mir mehr Zuversicht, denn es wird auch hoffentlich bald eine Zeit nach „CORONA“ geben.
Gehen wir positiv in den neuen Tag und mit Mut und Zuversicht – wir meistern diese „Krise“  gemeinsam!
In diesem Sinn „Bleiben Sie gesund!“
Herzlichst Ihr Bürgermeister Guido Rahn

 

Die Zeit vergeht. Sie bleibt nicht stehen. Um mich herum passiert so viel. Ich lese davon in der Zeitung und sehe die Bilder im Fernsehen. Die Nachrichten berichten fast ausschließlich darüber und jeden Tag werden neue Maßnahmen eingeführt, Hilfspakete beschlossen oder über neue Möglichkeiten der Eindämmung des Virus debattiert. Aber was kann ich machen, wie kann ich helfen? Ich würde gerne aktiv dazu beitragen, damit das alles ganz bald vorbei ist und wir uns ohne Angst vor weiteren Infizierten und Toten frei bewegen können.
Doch das Einzige, was ich aktuell tun kann, ist zu Hause zu bleiben und versuchen, nicht verrückt zu werden. Eigentlich klingt das ganz leicht, aber ist es das? Am Anfang meiner Zeit im Haus wusste ich nicht so recht, was ich mit mir anfangen sollte. Die Tage waren lang und die Zeit verging nur langsam. Doch mit jedem weiteren Tag kamen und kommen mir neue Ideen - was ich machen kann, um mich selbst zu beschäftigen. Im Alltag habe ich viel zu wenig Zeit für alle Dinge, die mir Spaß machen. Natürlich habe ich meine Hobbys, die ich mir sehnlichst wieder herbeiwünsche, aber ich habe noch weitaus mehr Leidenschaften, die ich sonst nicht auslebe. Dazu zählt vor allem das Lesen. Schon viel zu lange ist es her, dass ich mir die Zeit genommen habe, mal wieder ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Und ich hatte fast vergessen wie erfüllend es ist, in eine spannende oder romantische Geschichte abzutauchen. Es gibt so viele Dinge, die wir tun können, damit es uns gutgeht. Nur leider vergessen wir die manchmal. Ich war zum Beispiel vorgestern in der Badewanne mit Badeessenz und Kerzen. Die Zeit dafür habe ich mir seit mindestens drei Jahren nicht mehr genommen. Mir fallen Dinge ein, die ich schon lange nicht mehr getan habe oder auch schon immer mal können wollte. Wenn ich nicht jetzt die Zeit für sie nutze, wann dann? Vor ein paar Tagen überkam mich plötzlich ein musikalischer Anfall und da ich leider kein Klavier habe, musste das Keyboard aus dem Keller herhalten. Die Klarinette habe ich auch hervorgeholt und dabei eine Mundharmonika und eine Blockflöte gefunden. Alle Instrumente mussten selbstverständlich sofort ausprobiert und „gespielt“ werden. Ich hoffe, die Nachbarn können mir verzeihen. Kurze Zeit später kam mir die Idee, dass ich gerne einen Spagat können würde und ich fing an, mich zu dehnen. Wahrscheinlich werde ich nie einen machen können, aber das ist nicht so wichtig. Ich hatte Spaß beim Ausprobieren und das ist das, was zählt. Wenn wir uns schon untereinander nicht sehen können, dann nutzen wir doch die Zeit, um uns selbst etwas Gutes zu tun und um uns selbst zu kümmern. Niemandem hilft es, wenn wir die Zeit nutzlos verstreichen lassen. Denn sie bleibt nun Mal nicht stehen. Machen wir das Beste aus ihr.
Theresa

 

Corona hier und Corona da.
Wenn man den Fernseher anmacht, überschlagen sich die Sondersendungen.
Mein Chef springt von einer Krisensitzung zur anderen und ist bezüglich anderer Themen kaum noch ansprechbar. Täglich muss ich an einer einstündigen Besprechung zum Thema Corona teilnehmen und werde über die neuesten Entwicklungen und Maßnahmen informiert. Unser Team arbeitet bereits seit drei Wochen von zuhause bzw. im Homeoffice. Homeoffice wird vermutlich das Wort des Jahres 2020, neben Corona. Ein Skype-Meeting nach dem anderen. Die Gespräche folgen meist einer klaren Agenda und dem eigentlichen Besprechungsthema. Der Einfluss meiner internationalen Kollegen, jedes Gespräch erst einmal mit 5 Minuten „Smalltalk“ zu beginnen, tut bei dieser Effizienz manchmal richtig gut. Jeden Freitag nehmen wir uns im Team eine halbe Stunde Auszeit und trinken bei eingeschalteter Kamera zusammen einen Kaffee. Corona verschiebt die Prioritäten. Was gestern noch höchste Priorität hatte, wird heute teilweise nicht mehr oder wenig beachtet und verfolgt. Auch in der Politik haben sich die Prioritäten verschoben. Wer redet noch von Hanau, von Rechtsextremismus, von Krisengebieten und Flüchtlingen in Griechenland und im Mittelmeer? Neben der täglichen Berichterstattung zum Thema Corona schaffen es vielleicht noch die Themen Olympische Spiele und Fußball Bundesliga auf die Titelseiten. Machthaber wir Trump, Johnson und Erdogan gefährden mit ihrer Ignoranz und ihrer eingeschränken Sicht die Gesundheit ihrer Mitmenschen und der ganzen Menschheit. Was eigentlich auch keine Neuigkeit ist. Wir leben in einer globalen Welt. Das haben wir spätestens jetzt mit aller Konsequenz erfahren müssen. Ein Virus, welches im Januar noch weit weg in China war, ist jetzt sogar in Karben angekommen. Schutzmasken werden in Deutschland knapp, da das Virus die Produktion in China zum Stillstand gebracht hatte.
Auf der anderen Seite nehmen Themen wie  Mitmenschlichkeit, Fürsorge und Zusammenhalt deutlich an Bedeutung zu. Werte, die wir Christen mit unserem Glauben verbinden, rücken in den Mittelpunkt und helfen in dieser schweren Zeit. Das Virus macht keinen Halt vor Reichen, Armen, Topmanagern oder Pflegekräften. Es erlaubt Politikern keine Ausreden und keine faulen Kompromisse. Es deckt Fehlverhalten deutlich auf. Politische Manöver, wie beispielsweise die aktuelle Diskussion über die Verschiebung der Grundrente aus Reihen der Christlich Demokratischen Partei werden als das wahrgenommen, was sie sind. Ein menschenunwürdiger Vorschlag, der nichts mit Christen zu tun hat. Ebenso das Vorgehen von Großkonzernen wie H&M und ADIDAS, welche ihre Mietzahlungen aufgrund der Corona Krise aussetzten wollen. Das ist Kapitalismus auf Kosten der Allgemeinheit und hat leider nichts mit christlichem Verhalten zu tun. Es tut gut, dass Berufsgruppen wie Pflegekräfte in den Mittelpunkt rücken und zumindest in dieser Zeit Anerkennung bekommen. Hoffentlich bleibt es hierbei nicht nur bei warmen Worten, sondern die längst überfällige finanzielle Anerkennung folgt zeitnah und dauerhaft. Unsere Regierung nimmt Milliarden in die Hand, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu mindern. Das ist wichtig und richtig, da damit nicht nur negative wirtschaftliche sondern auch soziale Auswirkungen gemindert werden.
Trotzdem stellt sich die Frage, was mit den vielen Milliarden ohne eine Corona-Krise an Veränderung möglich wäre. Ein Bruchteil dieser Investitionen könnte zur Verbesserung sozialer Ungerechtigkeiten, für die Bildung unserer Kinder oder zum Schutz der Natur und des Klimas beitragen.
Unsere Familie geht es gut, und ich hoffe, dass auch unsere Eltern unbeschadet die Corona-Krise überstehen. Wir telefonieren oder skypen täglich. Wie schon gesagt, die Prioritäten haben sich verändert. Darüber hinaus gehen meine Gedanken aber auch täglich an die Angehörigen der bereits jetzt vielen Todesopfer und an die vielen Menschen, die aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen viele Sorgen haben. Christen halten zusammen und helfen untereinander, in der eigenen Gemeinde und über Grenzen hinaus. Ich hoffe, dass wir dies auch nach der Krise nicht vergessen werden und Länder wie Italien unterstützen. Die Mitmenschlichkeit, die wir zurzeit in unsere Gesellschaft und im täglichen Miteinander erfahren und die uns allen durch diese schwere Zeit hilft, ist keine Selbstverständlichkeit. Dieses Miteinander basiert auf einem großen Vorbild, welches auch nach 2020 Jahren noch immer unser Handeln und Denken beeinflusst. Es tut gut, auf seiner Seite zu stehen und in seinen Fußspuren durch diese Krise zu kommen.
Ich freue mich auf ein baldiges persönliches Wiedersehen und drücke die Daumen, dass wir alle gesund und unbeschadet durch diese Krise kommen.

Meine Mutti, die seit Jahren dement ist und im Pflegeheim lebt, kann ich jetzt nicht regelmäßig besuchen.
Ich weiß nicht, ob sie das merkt oder irgendwie empfindet. Glücklicherweise erhalte ich Bilder und Texte von ihrer früheren Haushälterin, die uns mittlerweile Vertraute ist und die im Heim arbeitet. Sie, Dorina, besucht Mutti auch dreimal am Tag, ich bin beruhigt.
Termine aller Art finden nicht statt.
Ich telefoniere mit Menschen, die alleine leben und die ich sonst besuche.
Ich versuche, Nachrichten - hören oder lesen -  zu reduzieren, oft sind Wiederholungen nur nervig.
Kontakte zur Familie gehen telefonisch oder per WhatsApp, das ist gut.
Wir, mein Mann und ich, gehen zwei Stunden täglich durch Feld und Wald, wie früher, für mich ist das sehr gut.
Wir haben wieder mehr Zeit miteinander, hier in der Wohnung hat jeder seine Tätigkeit, die ihm gefällt.
Immer wieder kommen Gedanken an Existenzen, die uns selbst zur Zeit noch nicht treffen. 
Gut zu wissen, dass ein Neffe einen Einkaufsdienst organisiert hat, wir gehören zur Risikogruppe, fühlen uns gar nicht so.
Bis letzte Woche hat mein Mann noch bei der Tafel gearbeitet, obwohl er außerdem durch die Krebserkrankung doppelt aufpassen muss. Bin selbst besorgt, das Gefühl bleibt im Hintergrund ...
Rosel Schneider 

Eigentlich wären wir diese Woche in Apulien. Italien, das Land unserer Träume … Und wir wollten nächste Woche unser 8 Monate altes Enkelkind besuchen, unseren kleinen Strahlemann. Alles abgesagt oder verschoben, wir hatten uns so darauf gefreut. Jetzt diese schrecklichen Bilder aus Italien und Spanien.
Über Nacht ist alles anders geworden. Doch ich genieße die neue Zeit irgendwie. Es fällt mir sehr schwer, dies mir selbst einzugestehen und hier zu schreiben. Als Rentner habe ich zwar oft die Gelassenheit des Alters gerühmt, hatte aber viel zu viele Termine in meinem Kalender. Plötzlich habe ich viel „freie“ Zeit, Zeit für mich selbst und Zeit für lange Gespräche mit Familie und Freunden, am Telefon und per Videochat.  Das aktuelle Frühlingserwachen habe ich noch nie so intensiv wahrgenommen wie dieses Jahr. Das Privileg des eigenen Gartens gegenüber den geplagten Großstädtern, Spaziergänge und kleine Radtouren in der näheren Umgebung, wie schön alles ist! Wenn ich zum wolkenlos blauen Himmel schaue, sehe ich keine Kondensstreifen mehr. Die Straßen sind halbleer, wie gut für unsere Umwelt. Die gesamte Natur ist ruhiger geworden und darf durchatmen.
Überhaupt fällt mir auf, welch negative Gedanken mich in letzter Zeit eingeholt hatten: „Die Reduktion von Kohlendioxid, das wird eh nicht gelingen, keiner (ich auch nicht) will seine Gewohnheiten ändern. Die parlamentarische Demokratie wird zum Auslaufmodell deklariert, demokratische Politiker werden verhöhnt, beleidigt, bedroht und sogar ermordet. Weltweit sind Autokraten, Nationalisten und die „starken Männer“ auf dem Vormarsch und werden verherrlicht. Die Menschen grüßen nicht mehr, werden egoistischer und rücksichtsloser, das sieht man täglich im Straßenverkehr besonders gut“. Und so weiter…
Und plötzlich nehme ich wahr, dass wildfremde Menschen freundlich grüßen, Hilfe anbieten und viel weniger gehetzt wirken. Unsere Regierung der parlamentarischen Mitte war beschlussfähig ohne Parteienstreit und hat vorbildlich schnell auf die Krise reagiert. Und hat dabei so manche Autokraten und Nationalisten schlecht aussehen lassen, die die aufkommende Pandemie erst als „fake news“ abgetan und dann viel zu zögerlich reagiert haben. Sie haben erleben müssen, dass das Virus sich weder von nationalen, noch von religiösen oder ethnischen („das türkische Gen schützt“) Grenzen aufhalten lässt. Ein Paradoxon: das Virus verhält sich „globalisiert“, aber unsere globalisierte, auf gnadenlose Effizienz getrimmte Wirtschaft muss grundlegend überdacht werden. Und es ist beruhigend, dass unsere Politiker das Interesse der Gesundheit und der Nächstenliebe über die Interessen der Wirtschaft gestellt haben, obwohl es viel einschneidende Geschäftseinbußen mit sich bringen und leider auch Arbeitsplätze kosten wird.
Es ist wichtig, dass wir dafür beten, dass allen Schwerkranken geholfen werden kann und dass diese Krise bald vorübergehen wird. Aber manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass wir Gott auch danken sollten, dass er uns dieses Virus geschickt hat. Damit unsere moderne, „hochentwickelte“ Gesellschaft Hybris und Gier ablegt und wieder Demut, Genügsamkeit und Zuversicht lernt.   
Verfasser*in will anonym bleiben.

Was für eine Zeit...
Ich weiß gar nicht, was mich im Moment am meisten belastet. Sind es die stark strapazierten Nerven einer Mutter, Lehrerin, Therapeutin, Putzfrau ... die nach einer sicheren Zukunft für unsere 3 wunderbaren Kinder fragt? Ist es die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass die Welt (wer auch immer, Gott, Natur oder, oder) eine Notbremse zieht?
Dass so viel Raum und Zeit in meinem Leben von denen abhängt, die alle meine Werte und Glaubenssätze missachten und mit Füßen treten. Wie einfach es sich viele machen, wie schnell manche Sätze gesagt sind ... ja, ich glaube, diese Kälte unter den Menschen belastet mich am meisten.
Ich bin seit über 20 Jahren Krankenschwester, habe schon viele Krisen mitgemacht und  kenne all das: zu wenig Personal, zu wenig Verständnis und Anerkennung ... das ist leider gefühlt schon immer so.
Aber Corona und der Umgang damit ist neu ... alle sprechen davon, wer wie am besten zu schützen sei ... allerdings beschleicht einen das ungerechte Gefühl, dass diejenigen, die sowieso schon mehr Geld verdienen in ihren sicheren Bürojobs, diejenigen, die Verantwortung allenfalls für Gelder und Akten tragen, auch nun wieder die sind, denen es einfach gemacht wird, sich und ihre Lieben zu schützen.
Krankenschwestern und Pfleger dürfen das nicht ... sie müssen raus an die Front, nicht ins sichere Home-Office. Und das ohne das richtige Handwerkszeug, um sich vor Corona oder was auch immer schützen zu können. Es wird erwartet, dass wir uns kümmern. Wer würde seinem Patienten sagen „Tut mir leid, ich kann nicht zu Ihnen ins Zimmer kommen es gibt keinen Mundschutz mehr.“ Keine Pflegekraft, die ich kenne, würde so etwas tun. Ja, das belastet mich am meisten. 
Und ja, ich habe Angst ... vor der ungewissen Zeit, vor dem Arbeiten ohne Schutz. Ich habe Angst davor, entscheiden zu müssen, wer meine Hilfe am meisten braucht. Aber dazu kommen noch solche unüberlegten Sätze wie “Das gehört zu einem Beruf nun mal dazu, das hast du ja gewusst, als du die Ausbildung gemacht hast.“
Solche Sätze helfen nicht weiter, sondern machen eigentlich noch mehr Angst ... vor allem davor, wie wir nach Corona noch Beziehungen pflegen und weiter miteinander umgehen werden ...
Nadine

Aktuelle Maßnahmen zu Corona

Die Ausbreitung des Corona-Virus ist eine schwerwiegende Bedrohung. Gemeinsam müssen wir alles tun, um eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Die Ortskirchengemeinde St. Michaelis in Klein-Karben unterstützt diese Bemühungen durch folgende Maßnahmen:

·       Bis zum Ende der Osterferien werden alle Veranstaltungen in der Kirche und im Gemeindehaus abgesagt.

·       Es finden keine Gottesdienste statt bis einschließlich 19.04.2020.

·       Das Gemeindehaus bleibt geschlossen.

·       Das Gemeindebüro bleibt für den Publikumsverkehr geschlossen und ist nur über Telefon 06039 3563 und E-Mail (andrea.lehr@ekhn.de) zu erreichen.

·       Pfr. Werner Giesler ist telefonisch zu erreichen: 06039 3563.

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